Egon Dorrer: MEINE ANTARKTIS – TAGEBÜCHER Mit dem Motorschlitten über das Eis
Polarforschung im Wandel: Genau in der Mitte zwischen den Südpol-Pionieren Amundsen und Scott und der Gegenwart
„Ein Meilenstein der deutschen Polarforschung“ Prof. Dr. Heinz Miller (ehemaliger Vizedirektor des AWI Alfred Wegener Institut)
17 x 24 cm, farbiger Innenteil 720 Seiten Geleitwort: Dr. Manfred Buchroithner Erschienen 2026 Verlag: Tredition
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In „Meine Antarktis-Tagebücher“ begibt sich Prof. Dr. Egon Dorrer (Jahrgang 1934) auf eine faszinierende Zeitreise ans andere Ende der Welt. Einer der ersten Deutschen am Südpol nimmt uns mit in die eisige Kälte auf dem Ross-Schelfeis und lässt uns an den Forschungsexpeditionen der Jahre 1962/63 und 1965/66 teilhaben, die vom ehemaligen Vizedirektor des AWI (Alfred Wegener Institut) Prof. Dr. Heinz Miller bereits als „Meilenstein der Polarforschung“ gewürdigt werden.
Wie arbeiteten Polarforscher vor über 60 Jahren – völlig ohne Satellitendaten, GPS oder digitale Kommunikation? Obwohl das Schlagwort „Erderwärmung“ damals noch unbekannt war, widmete sich das kleine internationale Forschungsteam damals bereits der Aufgabe, die Fließgeschwindigkeit der größten schwimmenden Eistafel der Erde genau zu bestimmen. Angesichts des heu gen Bedrohungsszenarios für das größte Süßwasserreservoir der Erde – die Antarktis – sind Dorrers Aufzeichnungen und Ergebnisse wertvoll für die frühe Klimaforschung.
Seine 1:1 aus fünf Original-Tagebüchern transkribierten Aufzeichnungen, persönliche Gedanken, Briefe und atemberaubenden Fotografien bieten einen authentischen Einblick: Sie erzählen minutiös von gefährlichen Gletschererkundungen, dem Zelten auf dem Eis und logistschen Engpässen – aber auch von den langwieriger Anreisen und dem Zusammenhalt des Teams. Ein hochaktuelles und kulturgeschichtlich faszinierendes Zeitdokument über die Anfänge moderner Polarforschung – genau in der zeitlichen Mitte zwischen den Südpolpionieren Amundsen und Scott, von 1911 und der Gegenwart
Der Autor Prof. Dr. Egon Dorrer (geb. 1934 in München) ist promovierter Diplom-Ingenieur für Vermessungswesen und emeriterter Professor für Photogrammetrie. Nach Stationen an der University of New Brunswick (Kanada) und der Universität der Bundeswehr München beschäftigte er sich hauptsächlich mit der digitalen Satellitenbildmessung und arbeitete u.a. am ESA-Forschungsprojekt Marskartographie maßgeblich mit. Highlights seiner frühen Laufbahn waren die US-Antarktisexpeditionen 1962/63 und 1965/66. Die Arbeit an diesem Buch – über 60 Jahre später – war für ihn nicht nur die Rückkehr zu einem prägenden Lebensabschnitt, sondern auch eine persönliche Herkulesaufgabe: Trotz einer fortschreitenden Makuladegeneration, die sein Sehvermögen stark einschränkt, hat er seine Erinnerungen festgehalten und aus heutiger Sicht kommentiert. Egon Dorrer lebt heute mit seiner Frau Bruni im Osten von München.